ALL MONSTERS ARE HUMAN

Credits: Matej Čepin (Ausschnitt)
All Monsters Are Human
Das Groteske in uns
Eine Kooperation im Rahmen des steirischen herbst ’26
Eröffnung am Donnerstag, 17. September, 18 Uhr
Alle Monster sind menschlich.
Diese Worte sind mehr als eine dramatische Zeile. Sie erinnern uns an etwas, das die Menschheit seit jeher weiß, aber selten auszusprechen wagt: Monster sind nicht außerhalb von uns. Sie leben in uns.
Von antiken Mythen über Opfer und Gewalt bis zum leidenden Leib Christi, von Picassos Guernica bis zu Rembrandts Anatomiestunde, Caravaggios Medusa und Rubens’ blutgetränkten Mythologien – die Kunst hat immer dorthin geblickt, wo wir lieber wegschauen. Sie verleiht Angst, Grausamkeit, Schmerz, Wahnsinn und Tod Form – nicht um zu schockieren, sondern um Zeugnis abzulegen.
Diese Ausstellung, kuratiert von Nina Jeza, setzt diese Tradition fort. Durch Dämonen, Erscheinungen, entstellte Körper, innere Bestien und groteske Welten erforschen die Künstler:innen die Dunkelheit der menschlichen Existenz. Ihre Werke präsentieren Monster nicht als Fantasiewesen, sondern als Spiegel: des Krieges, der Angst, der Gewalt, der Unsicherheit, des Begehrens, der Schuld und des Überlebens.
In einer Zeit, die von Pandemien, Kriegen, Klimakatastrophen und der Angst vor der Zukunft geprägt ist, ist solche Kunst kein Luxus. Sie ist notwendig. Denn wenn das Grauen benannt, geformt und geteilt wird, verliert es einen Teil seiner Macht über uns. Das ist keine Provokation. Es ist Katharsis. Verständnis. Und schließlich – Hoffnung. Die Gegenwart mag grotesk sein. Doch die Zukunft gehört der Hoffnung.
Künstler:innen: Matej Čepin, Natalija Šeruga Golob, Milan Golob, Goran Bertok, Betina Habjanič und Karin Vrbek u. a.
Kuratorinnen: Nina Jeza (SLO), Nadine Nebel und Jasmin Haselsteiner-Scharner (AUT)