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ORF-Lange Nacht der Museen

Oktober 2 @ 18:00 - 23:30

19:00 Uhr: Führung durch die Ausstellung „Es schlägt 13. Kulturen und Religionen im Triesterviertel“
mit Alexandra Gschiel, hoelb/hoeb, Keyvan Paydar, Maryam Mohammadi, Markus Wilfling

19:30 Performance: „requiem for a belive (at the end I have to digest all this)“
Sound/Wordperformance mit Reza Kellner/Anna Jurkiewicz (St.A.i.R.) und Vera Hagemann zur Arbeit von Maryam Mohammadi und Keyvan Paydar.

Videoscreenings:

20:00 | 21 Uhr: Beethoven – Mama 
Tatsumi Orimoto | Japan | 2012 | 13 Min.

Ein Mann fährt einer Greisin nach den Klängen von Beethovens Fünfter Symphonie mit den Fingern durch die schütteren Haare. Mit der Intensität der Musik verstärken sich die Bewegungen, und die entspannte Mine weicht einem überraschten Blick der Alten Dame, die sich bald wieder genüsslich dem Geschehen überlässt. Nach dem Tod des Vaters sorgt Orimoto für seine damals schon depressive und schwerhörige Mutter und bezieht sie seit 1996 regelmäßig in seine künstlerischen Arbeiten ein. Dabei verstärkt er die absurden und grotesken Seiten der Demenz, unter der seine 1920 geborene Mutter zunehmend leidet, und macht sie einem weltweiten Publikum mit Plakaten, Fotos, Ausstellungen, Performances und auf Zeichnungen bekannt. Seine Arbeit kombiniert den zum Klischee geworden Wahnsinn Beethovens mit den therapeutischen Effekten einer Kopfmassage. Performances wie diese verdanken sich keinem spontanen künstlerischen Einfall, sondern entwickeln sich aus der täglichen Zuwendung und den Bedürfnissen beider. Als Künstler, der seine weltweiten Aktionen seit Jahrzehnten mit dem Begriff „Communication Art“ bezeichnet, muss Orimoto Reisen und Ausstellungstätigkeiten auf das Notwendigste beschränken, da die Pflege seiner Mutter seine Anwesenheit verlangt. Gehörlosigkeit in Kombination mit Gedächtnisverlust durch die Alzheimererkrankung lassen ihn vor Ort nach Mitteln und Wegen suchen, die immer dickere Mauer der Vereinsamung zu durchbrechen.

20:15 | 21:30 Uhr: Der Tag, der in der Handtasche verschwand 
Marion Kainz | Deutschland | 2000 | 45 Min.

Frau Mauerhoff wird es unheimlich.
In eindringlichem Flüsterton erzählt sie, dass etwas Unfaßbares vor sich geht. Was sie nicht weiß, ist, dass sie ihr Gedächtnis verliert und neuerdings im Heim lebt. Die Kamera scheint ihre Verbündete zu sein und sie steht mit ihr in ständigem Dialog. Sie irrt durch ein Labyrinth ihr unbekannter Gänge. Die Dinge, die ihr passieren, erscheinen ihr merkwürdig.
Geschäftige Krankenschwestern behaupten, daß sie in einem der Zimmer dieses rätselhaften Hauses wohnen würde – das besagte Zimmer hat sie jedoch noch nie gesehen und so bekommt sie langsam den Verdacht einer kollektiven Verschwörung.

Preise und Auszeichnungen u.a.: Adolf Grimme Preis 2002, Hauptpreis beim Bochumer Festival „Blicke aus dem Ruhrgebiet“, Publikumspreis „Made in Germany“ beim Internationalen Kurzfilmfestival Hamburg, Zweiter Preis „Europa und seine Menschen“ beim Filmfestival Bad Liebenstein, Silver Award / Reportage Internationales Fernsehfilmfestival…

Details

Datum:
Oktober 2
Zeit:
18:00 - 23:30
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltungsort

Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz
Puchstraße 41, Schaumbad
Graz, 8020 Austria
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