Art Brunch #101: All Monsters are human

Credits: Nadine Nebel
Art Brunch Sonntag, 11.10. um 11 Uhr im Schaumbad
im Gespräch mit Iris Forstenlechner M.A. Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin iAuS
Alle Monster sind menschlich. Diese Worte sind mehr als ein dramatischer Spruch. Sie erinnern uns an etwas, das die Menschheit seit jeher weiß, aber selten auszusprechen wagt: Monster sind nicht außerhalb von uns. Sie leben in uns. Von antiken Mythen über Opfer und Gewalt bis zu Pablo Picassos Guernica – die Kunst hat immer dorthin geblickt, wo wir lieber wegschauen. Sie verleiht Angst, Grausamkeit, Schmerz, Wahnsinn und Tod Form – nicht um zu schockieren, sondern um zu bezeugen.
Durch Dämonen, entstellte Körper und groteske Welten erforschen die Künstler:innen dieser Ausstellung die dunkle Seite der menschlichen Existenz. Sie präsentieren Monster nicht als Fantasiewesen, sondern als Spiegel: des Krieges, der Angst, der Gewalt, des Begehrens, der Schuld und des Überlebens. In einer Zeit wie unserer ist diese Kunst notwendig. Denn wenn das Grauen benannt und geteilt wird, verliert es einen Teil seiner Macht. Das ist keine Provokation. Es ist Katharsis. Verständnis. Und schließlich – Hoffnung. Die Gegenwart mag grotesk sein. Doch die Zukunft gehört der Hoffnung.
Kuratorin: Nina Jeza
Ko-Kuratorinnen: Jasmin Haselsteiner-Scharner, Nadine Nebel
Mit Arbeiten von: Tolga Balcı, Goran Bertok, Jakob Bock, Matej Čepin, Andrea Fajgerné Dudás, Matjaš Z. Dellamorte, Milan Golob, Natalija Šeruga Golob, Betina Habjanič & Karin Vrbek, Gudrun Lang, Bernadette Laimbauer, Julia Lusser, Catrin Manoli (aka Cooky), Karin Petrowitsch;